(Bei vielen der folgenden Aussagen kann ich auch den Urheber benennen.)

Wortwechsel

  • Aussage (i.d.R. von Elektroingenieuren)
  • und die dazu passende Antwort
  • Zur Länge des "Permanant Link" (max. 90m):
    Die Trassenlänge beträgt 87m - da haben Sie doch noch 3m !
  • Mit den verbleibenden 3m kommt man noch nicht mal von der Kabeltrasse im Flur bis in den Raum, geschweige denn bis zur Netzwerkanschlussdose. Außerdem braucht man ja im Netzwerkknotenraum und im Netzwerkschrank auch noch Anschlusskabel bis zum Patchfeld. Und damit sind die Parameter aus der Normenreihe DIN EN 50173 für den "Permanent Link" nicht mehr einzuhalten.
  • Zu Netzwerkknotenräumen in Neubauten:
    Ihr habt doch die Netzwerkschränke schon immer mit der hinteren Tür an die Wand gestellt !
  • Das ist dem Umstand geschuldet, dass man in bestehenden Gebäuden den notwendigen Platz für Netzwerkanschlussräume nicht bekommt. Werden neue Gebäude geplant, ist es mir unbegreiflich, wenn nötige Technikräume nicht nach den gültigen Vorschriften eingeplant werden.
  • Ein Datenverteiler wird bereits seit mehr als 5 Jahren gebraucht - und es es ist nicht gut, dass er erst jetzt gebaut wird:
    Sieh es doch mal so, es ging doch bisher auch - und wir haben 5 Jahre lang dafür kein Geld ausgeben müssen
  • Die betroffen Leute konnten aber auch 5 Jahre lang nicht richtig arbeiten !
  • Technikräume kann ich nicht vermieten
  • Wenn Technikräume den Anforderungen nicht genügen sind die anderen Räume aber meißt auch nicht vermietbar.

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Erkenntnisse

  • Die meisten Elektroingenieure können ohne zusätzliche Ausbildung oder Erfahrung keine "Strukturierte Verkabelung" planen - für Architekten trifft das ebenfalls zu.
  • Vorgaben können nur dann eingehalten werden, wenn es sie gibt.
  • Die besten Vorgaben nützen nichts, wenn der Chef sie abheftet - und der Monteur sie nicht kennt.
  • Die Qualität der Arbeit ist nur so gut, wie die dazu gehörende Kontrolle. Der Preis bestimmt dabei nicht die Qualität.
  • Häufig fängt Sparen damit an, dass man vorher mehr Geld ausgibt.
  • Wir haben kein Geld zu verschenken - also sollten wir es gleich richtig machen - und nicht mehrmals nachbessern.
  • Jeder Monteur bringt seine Erfahrungen ein und versucht sie anzuwenden. Das ist keine böse Absicht. Manchmal sind diese Erfahrungen nützlich, müssen aber meist angepasst werden. Manchmal allerdings stören sie, weil sie nicht zum Gesamtkonzept passen. Auf jeden Fall müssen solche Abweichungen vom Bauherrn "abgesegnet" und dokumentiert werden.
  • Die meisten Monteure haben weder Zeit noch Lust, wesentlich mehr als eine halbe DIN-A4-Seite Dokumentation zu lesen. Deshalb muss eine Dokumentation für den Monteur so aufgebaut sein, dass er alle für ihn im Moment wichtigen Informationen auch auf genau dieser halben DIN-A4-Seite in verständlicher Form vorfindet.
  • Wer nicht dokumentiert - verliert.
  • Ressourcen werden meist nicht nach Bedarf oder technischer Notwendigkeit vergeben, sondern nach dem Ansehen der Person.
  • Alles technisch Machbare wird irgendwann gemacht. Aber nicht alles davon ist auch sinnvoll.
  • Funktionierende Provisorien halten ewig.
  • Funktionalität, Komfort und Sicherheit sind meist direkt proportional zum Preis.
  • IT ist immer wichtig. Man merkt es aber immer erst dann, wenn sie mal nicht geht.
  • Eine Infrastruktur muss als solche (a) geplant, (b) gebaut und (c) finanziert werden.
    Bei einer Realisierung über Projekte finden oft nur kleinteilige Erweiterungen statt, die weder dem gesamten Bau Rechnung tragen, noch zukunftsfähig sind. Auf diese Weise werden Nachträge und Ergänzungen nötig, welche insgesamt wesentlich mehr Geld kosten und häufig auch nicht zusammen passen – also Flickwerk sind.
  • Richtlinien haben den Nachteil, dass man sich dann auch danach richten muss.
  • Es gibt nur eine Möglichkeit in einem Netzwerkschrank dauerhaft Ordnung zu haben, ohne permanent kontrollieren zu müssen:
    Neu erricheten und dann - zuschweißen!
  • Kurze Amortisationszeit und Nachhaltigkeit passen in den seltensten Fällen zusammen (Wikipedia: Amortisation und Retorn-on-Investmenent)
  • Wird von einem mit einer Messung beauftragten Monteur festgestellt, dass eine Leitung die geforderten Werte nicht errreicht, besteht die Möglichkeit, dass "versehentlich" eine ähnliche Leitung zum zweiten Mal gemessen wird und das Ergebnis damit ersetzt wird. Es ist unter Anderem auch deshalb keine gute Idee, Abnahmemessungen von der selben Firma machen zu lassen, die instaliert hat.

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Dumme Sprüche

  • Wir sparen wo wir können - koste es was es wolle.
  • Preiswert ist nicht billig, sondern (wie der Name sagt) seinen Preis wert.
  • Das habe ich schon viel schlimmer gesehen.
  • Das haben wir noch nie gemacht. <=vs.=> Das haben wir schon immer so gemacht.
  • Was wollen Sie denn, es läuft doch.
  • Fachwissen ist der Entscheidungsfindung nicht förderlich.

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