Die nachfolgenden Betrachtungen gelten nicht für Schränke in Rechenzentren und Serverräumen.

Bei der Anordnung der aktiven und passiven Komponenten in Netzwerkwerkschränken sind verschiedene Gesichtspunkte zu beachten. Diese Gesichtspunkte können nicht getrennt von den Gegebenheiten und dem Standort des Netzwerkraums betrachtet werden. Hierzu gibt es bereits Ausführungen in Datenverteilerräume

In der DIN EN 50174-2:2015 stehen unter den Punkten 8.3.8.4.2 und 8.3.8.5.2 Empfehlungen für Raumgrößen mit verschiedenen Schrankkombinationen bei einer Schrankbreite und Schranktiefe von je 800 mm. Hierbei wird nicht vorgegeben, ob dabei eine Trennung in einen Schrank für die aktiven und einen Schrank für die passiven Komponenten oder eine gemischte Bestückung erfolgen soll.

 

In der DIN EN 50174-2:2015 wird empfohlen:

  • ohne aktive Komponenten bis zu 500 Anschlusseinheiten pro Netzwerkschrank
  • mit aktiven Komponenten bis zu 500 Anschlusseinheiten in 2 Netzwerkschränke
    (d.h. bei gleichmäßiger Aufteilung je 250 Anschlusseinheiten pro Netzwerkschrank)

 

Wichtig ist auch folgendes:

  • Größe des Raumes für den Netzwerkknoten
  • Anzahl und Größe der aktiven Komponenten
  • Anordnung der Komponenten
  • Wärmelast in den Netzwerkschränken
    (und ob deshalb Klimatisierung erforderlich ist)
  • Überlegung, ob Trennung in aktiven und passiven Netzwerkschrank sinnvoll ist
    (bei Trennung muss nur der Schrank mit den aktiven Komponenten klimatisiert und mit Strom versorgt werden)
  • Erdung
    Sicherheitsaspekt (grün-gelb)
    und Hochfrequenzaspekt (bei Klasse FA Messfrequenz bis zu 600 MHz)
  • weitere Sicherheitsaspekte
    (Zutritts- und Zugriffskontrolle, Überwachung von Temperatur, Strom usw.)
  • Wartungsfreundlichkeit

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